Twitter professionell nutzen in 3 einfachen Schritten

Twitter IconUnter den sozialen Netzwerken ist Twitter wohl dasjenige, das die meisten Diskussionen über seinen Sinn und Zweck hervorgerufen hat. Der Lieblingssatz der Internetskeptiker, „Wer braucht sowas?“, hat mit der Popularisierung dieses Kurznachrichtendienstes seine Blütezeit erlebt. Wirtschaftlich ist die Plattform ungeachtet dessen auf Erfolgskurs: Der Wert des Unternehmens ist gerade auf rund 9 Milliarden Dollar gewachsen.

Aber auch die sinnvollsten Nutzungsmöglichkeiten von Twitter kristallisieren sich immer stärker heraus. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Zielen und zu den Lehren der meisten Social-Media-Gurus steht die Konversation dabei gar nicht im Vordergrund, denn auf 140 Zeichen lässt sich wirklich nur Small Talk betreiben (allerdings ist das auch eine gute Übung, sich kurz zu fassen).

Dieser Nachteil ist gleichzeitig auch der größte Vorteil: Man kann schon mit sehr wenig Zeiteinsatz einen erheblichen Nutzen aus Twitter ziehen. Wer die Plattform beruflich nutzen möchte, kann dies in drei Schritten sehr einfach bewerkstelligen:

1. Schritt: Informationen aus dem eigenen Fachgebiet sammeln

Wer heute in seinem Job eine gute Figur abgeben und etwas Bemerkenswertes auf die Beine stellen möchte, muss sich zwingend mit den Ideen und Erkenntnissen auseinandersetzen, die von anderen ambitionierten Menschen jongliert werden. Dazu kann man einen Berg Zeitungen und Zeitschriften abonnieren, die dann überwiegend ungelesen nach Monaten ins Altpapier wandern. Oder man nutzt kurze Arbeitspausen, Bahnfahrten und ähnliche Gelegenheiten, um sich im Web auf dem Laufenden zu halten.

Die Zahl der interessanten Quellen ist dort fast unbegrenzt. Es ist sehr leicht, bei Twitter viele Leute aus den eigenen Interessensgebieten zu finden, und mit der Zeit kristallisieren sich auch diejenigen heraus, die regelmäßig die interessantesten Links veröffentlichen. Darüber hinaus kann bei Twitter nach Stichworten gesucht werden.

2. Schritt: Informationen veröffentlichen

Da es sehr viele Menschen gibt, die sich auf die oben beschriebene Weise via Twitter über aktuelle Themen informieren, kann man auch selbst zur Verbreitung von Wissen beitragen. Zum einen, indem man interessante Dinge, die man gelesen oder gesehen hat, weiterverbreitet, zum anderen, indem man seine eigenen Inhalte auf Twitter verlinkt, sofern man ein Blog, eine Website, einen YouTube-Kanal oder etwas Ähnliches betreibt.

Dabei geht es natürlich nicht darum, der Welt mit Werbung auf die Nerven zu gehen, sondern um die Verbreitung von Informationen, die anderen nützen. So profiliert sich der Urheber als Experte in seinem Feld und die eigene Website und/oder das eigene Blog profitieren vom verbesserten Google-Ranking.

Wichtig ist, nicht einfach seine Pressemitteilungen rauszuhauen, sondern lebendig geschriebene Beiträge zu veröffentlichen und auch regelmäßig auf interessante Beiträge von anderen Menschen hinzuweisen.

3. Schritt: Die Kür – aktiv Beziehungen aufbauen

Viele sehen diesen Teil – die „Konversation“ – als die einzig wahre Social-Media-Nutzung. Aber die Wahrheit ist: Ständig nach interessanten Gesprächsmöglichkeiten Ausschau zu halten und sich dann sinnvoll daran zu beteiligen, kostet eine Menge Zeit. Es lohnt sich, wenn man es einrichten kann und wenn man der Typ dafür ist, aber wenn nicht, dann bringen auch schon die Schritte 1 und 2 einen großen Nutzen.

Die besten beruflichen Social-Media-Konversationen sind natürlich die, bei denen man anderen Menschen nützliche Tipps aus seinem Fachbereich geben kann (ohne dabei aufdringlich zu sein). Das Ziel ist die Positionierung als Experte und/oder wichtige Informationsquelle in einem Gebiet. Auch hier bietet sich die Suche nach Stichworten an, um sich an der richtigen Stelle einklinken zu können.

Ein besserer Ort für die Pflege von Konversationen ist allerdings Google+. Dort ist Raum für längere Diskussionsbeiträge und – da es sich um Google handelt – sind auch die Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking größer. Mehr aktive Nutzer scheint im Moment Twitter zu haben, aber das wird sich früher oder später wohl ändern, da Google am längeren Hebel sitzt.

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Ich selbst habe schon viele sehr gute Anregungen via Twitter bekommen – aus Quellen, die ich sonst nie gefunden hätte. Zusammen mit dem Feedreader (oder RSS-Reader) ersetzt Twitter für mich einen ganzen Stapel an Tages- und Fachzeitungen.

Wer regelmäßig nach bestimmten Begriffen bei Twitter suchen möchte, dem empfehle ich die Nutzung eines Dienstes wie TweetDeck. Damit ist es wesentlich einfacher, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen.

Twitter-Icon: Elmastudio

 

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