Häufige Irrtümer rund um das Google-Ranking

Häufige Irrtümer rund um das Google-RankingSuchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein weites und wichtiges Feld, dessen Grundregeln auch kleine Unternehmen beherrschen sollten. Denn einfacher, als von Suchenden gefunden zu werden, kommt man nicht an Kunden.

Internetagenturen machen um dieses Thema gerne einen gehörigen Zauber, um zu signalisieren, dass es nichts ist, womit sich Normalsterbliche befassen sollten oder was sie auch nur ansatzweise verstehen würden. Tatsächlich aber hat sich die Suchmaschinenoptimierung in den vergangenen Jahren fortentwickelt – weg von Programmier-Gimmicks, textlichen Keyword-Wüsten und dubiosen Backlink-Farmen hin zu sinnvollen, nutzerfreundlichen Inhalten.

Der Hintergrund dabei ist, dass die Suchmaschinen – allen voran natürlich Google – ein sehr großes Interesse daran haben, ihren Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern. Wenn man mehrfach auf SEO-optimierte, aber nutzlose Seiten geschickt wird, ist der Anreiz groß, einfach eine andere Suchmaschine zu benutzen. Durch ständige Verbesserung ihrer Algorithmen werden Google, Yahoo und der Rest immer schlauer bei der Auswahl der tatsächlich passenden Suchergebnisse.

Die Agentur Hubspot hat kürzlich sieben „SEO-Legenden“ zusammengefasst, die auf einem veralteten Verständnis der Arbeitsweise von Suchmaschinen beruhen. Die drei wichtigsten Irrtümer, die auch mir regelmäßig begegnen:

Irrtum Nr. 1: Keywords müssen exakt dem Suchbegriff entsprechen

Die Google-Algorithmen sind in dieser Hinsicht mittlerweile sehr schlau und erkennen nicht nur unterschiedliche grammatikalische Formen von Wörtern, sondern auch viele Synonyme. Daher ist es wichtiger, den Text und die Überschrift in möglichst verständlicher und angenehmer Sprache zu verfassen, als auf bestimmte Varianten des gewünschten Suchbegriffs Rücksicht zu nehmen.

Es ist auch nicht wichtig, wie häufig das Keyword im Text vorkommt. Es sollte aber möglichst im Seitentitel (das muss nicht die Überschrift des Artikels sein), weit vorne im Text sowie – wenn es geht – in der URL (z.B. „Newsletter“ in www.k-ms.de/newsletter) auftauchen.

Irrtum Nr. 2: Social Media sind unwichtig

Abgesehen von den zahlreichen anderen Vorteilen der Social-Media-Nutzung, können YouTube, Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke mittlerweile auch einen massiven Einfluss auf das Suchmaschinenranking haben. Dieser wird noch weiter wachsen, da sich auch die Social-Media-Nutzung weiter stark verbreitet.

Marketingleute sprechen hier von „Social Search“. Das bedeutet unter anderem, dass der Suchende bevorzugt die Inhalte von Personen angezeigt bekommt, mit denen er über die sozialen Netzwerke verbunden ist. Darüber hinaus können Inhalte in der Rangliste klettern, wenn sie von einflussreichen Personen in den sozialen Netzwerken empfohlen werden.

Die Wahrscheinlichkeit von solchen hilfreichen Empfehlungen wächst logischerweise mit der Qualität der Inhalte.

Irrtum Nr. 3: Mehr Links sind besser als mehr Inhalt

Bei Hubspot kennt man auch die Frage: „Wofür soll ich mein Geld ausgeben – Backlinks oder neue Inhalte?“ Während es weiterhin für das Suchmaschinen-Ranking sehr wichtig bleibt, dass andere Seiten auf die eigene Website verlinken (und somit eine Art Empfehlung abgeben), gibt die Hubspot-Autorin folgenden Rat: „Ich würde ohne zu zögern sagen, ‚Heuern Sie jemanden an, der für Sie schreibt.'“

Diese Antwort gefällt mir natürlich sehr gut, da ich jemand bin, der in solchen Fällen engagiert wird. Hubspot dagegen vermietet Software und steht somit kaum im Verdacht, Propaganda für journalistenfreundliche Suchmaschinenstrategien zu betreiben.

Darüber hinaus ist der Rat schlicht sinnvoll. Eine große Menge an Backlinks aus zwielichtigen Verzeichnissen und Portalen zu bekommen ist nicht mehr besonders zielführend, da Google auch immer besser die seriösen von den unseriösen Quellen zu unterscheiden lernt. „Hochwertige“ Links von wichtigen Quellen zu erhalten bleibt dagegen sehr wichtig. Solche Links bekommt man aber nur, wenn man sehr gute Inhalte bereitstellt.

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Die anderen vier „Legenden“, die Hubspot nennt, lesen Sie hier im Originalartikel: bit.ly/seo-legenden

Foto: Timur Arbaev

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