Zu viele Unternehmen betreiben „fake networking“ im Internet

Weiterhin strömen viele kleine und mittlere Unternehmen in die sozialen Netzwerke des Internet. Die meisten fahren allerdings mit stark angezogener Handbremse und fragen sich: Lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Die Antwort gibt der Marketing-Experte Seth Godin in diesem kurzen, schon etwas älteren Video (Achtung, Englisch):

Zusammengefasst sagt er, dass es immer auf echte Beziehungen ankommt. „Es gibt Leute in Neuseeland, die ich nie persönlich getroffen habe, bei denen ich aber drei Tage im Wohnzimmer übernachten könnte, wenn ich in der Stadt wäre. Das liegt daran, dass wir etwas füreinander getan haben – wir haben nützliche Ideen ausgetauscht.“

Netzwerken sei immer wichtig, so lange es echt ist. Aber es sei Zeitverschwendung, wenn es nur simuliert wird. „Das Internet hat es ermöglicht, dass sehr viel ‚fake networking‘ betrieben wird“, so Godin. Es sei sehr leicht, sich darin verwickeln zu lassen, da die Zahl der „Freunde“ (Facebook) oder „Follower“ (Twitter) als Maßstab für Popularität gesehen werden.

„Aber das ist Unsinn“, sagt Godin. „Worauf es ankommt, das sind die Leute, für die ich bereit bin, besondere Mühen in Kauf zu nehmen. Und die bereit sind, für mich besondere Mühen in Kauf zu nehmen.“

„Der Weg dorthin besteht darin, dass man besondere Mühen für jemanden anders in Kauf nimmt und sich das Privileg verdient, dass der Kontakt irgendwann nützlich wird.“

Kaum ein deutsches Unternehmen ist zurzeit jedoch bereit, für seine Freunde und Follower im Internet besondere Mühen in Kauf zu nehmen, denn die Zweifel, dass sich das lohnen würde, überwiegen. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz.

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