„Der Aufbau“: Jährlicher Blick auf die Bremer Stadtentwicklung

Der Aufbau 2012 - Stadtentwicklung in BremenStadtentwicklung erscheint oft wie ein schleichender Prozess, aber bei genauem Hinsehen geht sie in erstaunlichem Tempo voran. Seit ich vor rund 15 Jahren nach Bremen gekommen bin, sind beispielsweise die Überseestadt und die Airportstadt aufgeblüht, die A281 wurde gebaut, das Weserufer wurde in der Innenstadt vollkommen neu gestaltet und im Norden wurde eine neue Uni gegründet (International/Jacobs University). Die Mode der Großprojekte kam und ging (Space Park, Ocean Park, Rhodarium, Musicaltheater, Universum). Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Stadtentwicklung beinhaltet aber natürlich nicht nur das Verbauen von Beton, sondern in erster Linie die Verwirklichung neuer Ideen und die Anpassung des Lebensraums an veränderte Anforderungen. Die politischen Prozesse, in denen die Basis dafür geschaffen wird, verändern sich zurzeit. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Aufbau“ spielt daher das Thema Bürgerbeteiligung eine wichtige Rolle.

Bremen hat unter anderem einen umfassenden Beteiligungsprozess bei der Planung des freiwerdenden Krankenhausgeländes im Hulsbergviertel gestartet. Prof. Klaus Selle von der RWTH Aachen, der das Projekt fachlich unterstützt, bewertet im „Aufbau“ den bundesweiten Trend zu stärkerer Mitbestimmung und erklärt die Unterschiede des Bremer Prozesses zu ähnlich ambitionierten Verfahren in anderen Städten. Auch Vertreter der Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft kommen zu Wort.

„Der Aufbau“ erscheint einmal im Jahr mit einem Umfang von 32 bis 40 Seiten. Er wird von der Aufbaugemeinschaft Bremen e.V. im Schünemann-Verlag herausgegeben. Seit 2007 darf ich diese Publikation redaktionell begleiten – und ich freue mich immer wieder über die Möglichkeit, die Stadt auf diesem Wege besser kennenzulernen.

Weitere Themen des aktuellen Hefts sind unter anderem das Wohnen in der Innenstadt, der Aufbau einer überregional bedeutenden „gläsernen Manufaktur“ auf dem Gelände von Koch & Bergfeld sowie die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes. Die Lektüre ist für jeden interessant, der wissen möchte, wie es mit Bremen weitergeht.

Hier kann der „Aufbau“ kostenlos heruntergeladen werden:
Der Aufbau 2012

Ältere Ausgaben (ab 1964) sind bei der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen in digitaler Form einseh- und durchsuchbar:
brema.suub.uni-bremen.de/content/structure/6984

Und sogar der Vorgänger „Der Wiederaufbau“ kann dort ab Nr. 1, erschienen 1947, gelesen werden:
brema.suub.uni-bremen.de/content/structure/812

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