Die 20 wichtigsten Elemente eines Online-Newsrooms

Wichtigste Inhalte des Online NewsroomsWer gute Berichterstattung über das eigene Unternehmen in den Medien fördern möchte, kommt um einen nützlichen Pressebereich auf der Website nicht herum. Was bei der Konzeption eines Online-Newsrooms grundsätzlich zu beachten ist, habe ich kürzlich an dieser Stelle zusammengefasst. Hier geht es um die 20 wichtigsten Elemente, die Sie in Ihren Newsroom einbauen können, getrennt nach Pflicht und Kür.

Einige dieser Informationen haben Sie vielleicht bereits in anderen Bereichen Ihrer Website veröffentlicht. Allerdings sollten Sie nicht davon ausgehen, dass ein unter Zeitdruck recherchierender Journalist Ihre komplette Website durchforstet. Bieten Sie ihm im Newsroom zentral und übersichtlich an, was er brauchen könnte. Dazu gehören:

Pflicht:

  1. Unternehmensprofil. Nicht werblich formuliert, sondern nachrichtlich. Nicht ausschweifend mit schnörkeliger Familienhistorie, sondern kurz und knapp mit Schwerpunkt auf der Gegenwart.
  2. Pressemitteilungen.
  3. Anmeldeformular zur Bestellung von Pressemitteilungen.
  4. Pressefotos. Die Chance auf Veröffentlichungen steigt exponentiell mit der Verfügbarkeit von professionellen Fotos. Grafiken werden nicht überall gerne gesehen, gerade im technischen Bereich sind sie jedoch auch sehr zu empfehlen. Das Unternehmenslogo ist dagegen eher optional – seriöse Zeitungen möchten nicht aussehen wie eine Werbebroschüre und lehnen Logos daher meistens ab.
  5. Kontaktperson mit vollem Namen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und ggf. Twitter-/Facebook-/Xing-/Google+-Account.
  6. Social-Media-Präsenzen. Gebündelte Links zu anderen Internetpräsenzen des Unternehmens, beispielsweise auf Facebook, Twitter, YouTube oder Google+. Eventuell auch mit automatischer Einbindung der neuesten Aktivitäten auf diesen Plattformen in einem eigenen Kasten.
  7. Auszeichnungen. Je renommierter die Auszeichnung, desto sichtbarer darf auch bei Journalisten damit geworben werden (auf das Zertifikat DIN EN ISO 9001 und seine Geschwister sind viele Unternehmen zwar zu Recht stolz, aber Journalisten genügt ein peripherer Hinweis darauf, wenn überhaupt. Diese Zertifizierungen sind keine Besonderheiten mehr).

Kür

  1. Videos. Bitte kein ödes Unternehmensporträt veröffentlichen, bei dem eine bedeutungsschwangere Stimme klischeehafte Bilder mit leeren PR-Phrasen begleitet, sondern interessante Filmchen, in denen nützliche Informationen präsentiert werden. Nicht auf den technischen und finanziellen Aufwand bei der Erstellung des Videos kommt es an, sondern auf den überzeugenden Inhalt.
  2. Video-Rohmaterial. Wer öfter mal im Fernsehen auftaucht, kann vorgefertigtes Material anbieten, das die Filmteams oder Videojournalisten nur noch in ihre eigenen Berichte einzubauen brauchen. Z.B. Produktaufnahmen, Arbeitsszenen, oder Kunden bei der Nutzung des Produkts bzw. der Dienstleistung.
  3. Faktenblatt. Die wichtigsten Zahlen und Stichworte zum Unternehmen in tabellarischer Übersicht.
  4. Pressespiegel. Journalisten sind Herdentiere. Wenn jemand anders schon über Sie berichtet hat, ist das für viele Medienleute eine Legitimation, auch über Sie zu berichten (allerdings nicht unbedingt über den gleichen Sachverhalt, denn niemand möchte der Letzte sein, der über ein Thema berichtet). Am einfachsten sind Links zu den Artikeln, die über Ihr Unternehmen auf seriösen Internetportalen erschienen sind (die meisten Printpublikationen veröffentlichen Artikel auch online). Das Einscannen von gedruckten Artikeln ist dagegen manchmal problematisch, weil die Rechte beim Medium und/oder den Autoren/Fotografen liegen. Ggf. nachfragen.
  5. Info-Materialien wie Whitepaper und Newsletter können auch den Journalisten angeboten werden.
  6. Veranstaltungen. Wenn Sie auf Messen präsent sind oder eigene Events ausrichten, teilen Sie dies mit.
  7. Forschungsprojekte. Falls Sie an solchen beteiligt sind, sollte das dargestellt werden, denn Forschung zeugt von Dynamik und bietet aktuelle Anlässe für die Berichterstattung.
  8. Management-Porträts mit Fotos, Informationen zur Person und ggf. Videos.
  9. Produktinformationen. Der Pressebereich soll keine explizite Werbung enthalten, aber wenn Ihre Produkte/Dienstleistungen erklärungsbedürftig sind, ist es sinnvoll, dies im Pressebereich auf übersichtliche und komprimierte Weise zu tun. Dort können auch Fotos der einzelnen Produkte zum Download angeboten werden.
  10. Vortragsangebote. Wenn Sie regelmäßig interessante Vorträge oder Präsentationen halten, können Sie diese im Pressebereich anbieten und dort Anfragen entgegen nehmen. Dort können auch Videos von Vorträgen gezeigt werden, oder Ausschnitte davon.
  11. Suche. Die komplette Website sollte eine Suchfunktion haben, aber bei umfangreicheren Internetpräsenzen ist es sinnvoll, zusätzlich eine Suche speziell für den Pressebereich (oder nur die Pressemitteilungen) anzubieten.
  12. Digitale Pressemappen. Die wichtigsten Informationen (z.B. Unternehmensporträt, aktuelle Pressemitteilungen, Faktenblatt und ein paar aussagekräftige Fotos) komprimiert als .zip-Datei in einem handlichen Bündel zum Download.
  13. Feedback-Möglichkeit. Nicht nur der Ansprechpartner für die Presse sollte gut sichtbar sein, sondern auch eine freundliche Aufforderung, sich mit Fragen oder Wünschen an die Pressestelle zu wenden.

Habe ich etwas vergessen? Ich freue mich über Anmerkungen in den Kommentaren unten.

Foto: David Sim / Flickr

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