Bessere Pressearbeit mit Online-Newsrooms

Beispiel für einen Online-Newsroom: Maiak.infoViele Unternehmen haben einen Pressebereich auf ihrer Internetseite, aber die meisten davon bieten den Journalisten, die sich dorthin verirren, wenig Nutzen. Oft besteht die „Presse“-Seite alleine aus einer Auflistung der Pressemitteilungen – im schlimmsten Fall sogar ohne Datum, was die Verwertung der Information als Nachricht praktisch unmöglich macht.

Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Redakteuren die Arbeit zu erleichtern und damit die eigenen Chancen auf wohlwollende Berichterstattung zu erhöhen. Ein übersichtlich strukturierter und sinnvoll gefüllter Online-Newsroom bietet Journalisten nicht nur gute Anregungen, sondern signalisiert auch Professionalität. Dagegen kann der Eindruck eines „Saftladens“ dazu führen, dass die Reporterin von einer geplanten Berichterstattung absieht.

Nicht zuletzt hilft der Newsroom Journalisten, unter Zeitdruck alle wichtigen Informationen zu finden, ohne auf einen Ansprechpartner warten zu müssen, der vielleicht gerade in einer Konferenz oder gar im Urlaub ist.

Fotos und Kontaktperson sind ein Muss

Die wichtigsten Elemente eines Online-Newsrooms sind neben den obligatorischen Pressemitteilungen auch Pressefotos, ein schlankes Formular zum Abonnieren der Pressemitteilungen, ein Unternehmensprofil und natürlich eine Kontaktperson, die üblicherweise schnell erreichbar ist. Darüber hinaus sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt: Videos, Kurzdarstellungen von Forschungsprojekten oder auch eingebettete Social-Media-Inhalte von Plattformen wie Facebook und Twitter zählen zu den interessantesten Optionen.

Einige Konzerne wie Daimler bauen für Journalisten eine eigenständige Website auf, die vom eigentlichen Unternehmensportal getrennt ist. Dies lohnt sich allerdings nur für Unternehmen, die tonnenweise Material bereitstellen und einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Kleinere Unternehmen sollten sich in der Regel auch über „normale“ Menschen freuen, die im Pressebereich herumstöbern. Die sollen am Ende ja sowieso mit den Botschaften erreicht werden.

Passwortschutz ist kontraproduktiv

Aus dem gleichen Grund ist es nicht sinnvoll, den Pressebereich mit einem Passwort zu schützen. Allerdings sollten klare Angaben gemacht werden, wie das Material – z.B. Fotos –genutzt werden darf. Außerdem sollte ggf. verdeutlicht werden, dass die Kontaktpersonen keinen Produkt-Support leisten können (selbstverständlich mit einem Link zu den richtigen Ansprechpartnern für Kunden).

Ein sehr gutes Beispiel für einen gelungenen Newsroom bietet der Osteuropa-Experte Jürg Vollmer mit seinem Online-Angebot „Maiak“, allerdings handelt es sich auch um eine Art „Newsroom im Newsroom“, denn Vollmer ist selbst Journalist: www.maiak.info/newsroom (leider ist bei seinem spannenden Projekt wohl auch die Finanzierung ausgelaufen, denn die Meldungen sind schon etwas älter).

Ein weiteres gelungenes Beispiel ist der Newsroom des Nahrungsmittelunternehmens Wiesenhof: www.wiesenhof-news.de. Dort lässt sich zurzeit auch beobachten, wie in schlechten Zeiten die Krisen-PR durch eine (zuvor) optimierte Internet-Infrastruktur unterstützt werden kann.

Weitere Newsroom-Tipps in Kürze

In den kommenden ein bis zwei Wochen werde ich hier im Blog noch weitere Elemente eines Online Newsrooms vorstellen und passende Beispiele zeigen. Sie erhalten die Artikel bequem in Ihre Mailbox, wenn Sie meinen Newsletter abonnieren.

,

Trackbacks/Pingbacks

  1. PR-Beiträge in der KW 52/2011: Online-Newsrooms & Winter-PR | kommunikationsABC.de - 30. Dezember 2011

    […] Bessere Pressearbeit mit Online-Newsrooms […]

  2. PR-Beiträge in der KW 52/2011: Newsrooms & Winter-PR | kommunikationsABC.de - 30. Dezember 2011

    […] Bessere Pressearbeit mit Online-Newsrooms […]

Schreibe einen Kommentar

Powered by WordPress. Designed by WooThemes