Pressestellen sehen Social Media als wichtigstes Thema

Social Media sind für Unternehmen kein Trend mehr, sondern Mainstream. Das hat die Umfrage „PR-Trendmonitor 2011“ der dpa-Tochter News Aktuell und der PR-Agentur Faktenkontor ergeben. Rund die Hälfte der Mitarbeiter von Pressestellen und Public-Relations-Agenturen sieht demnach in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Twitter und Xing das wichtigste Thema für 2012.

70 Prozent streben „professionelle“ Nutzung an

Rund 25 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Social Media bereits jetzt professionell nutzen – wobei es in diesem Zusammenhang vermutlich große Unterschiede bei der Definition des Worts „professionell“ geben dürfte. Weitere 45 Prozent machten ihr Kreuz bei „Wir wollen den Sprung in eine professionelle Kommunikation in Social Media machen“. 20 Prozent möchten erst einmal weiter experimentieren.

Trotz dieser Werte glauben rund 20 Prozent der Umfrageteilnehmer noch immer, dass es sich bei Social Media um einen „Hype“ handelt, der wieder abflauen wird. Diese Haltung kann – wenn sie bei PR-Fachleuten auftritt – inzwischen nur noch als ignorant bezeichnet werden, denn der Boom von Facebook, YouTube und neuerdings Google+ zeigt deutlich, dass hier ein wichtiges Kommunikationsbedürfnis der Menschen bedient wird. Die einzelnen Plattformen mögen wieder vom Markt verschwinden, das Nutzerverhalten wird es nicht: Es gibt keinen Weg mehr zurück zum Web 1.0, in dem die Einbahnstraßenkommunikation des Fernsehens und der Zeitungen vorherrschte.

Kleine Unternehmen unterschätzen die Chancen

Etwas betrüblich ist der Umstand, dass kleine Betriebe den sozialen Netzwerken gegenüber weniger aufgeschlossen zu sein scheinen als große Unternehmen. Gerade die Kleinen können hier nämlich relativ leicht mithalten, denn die Plattformen werden ihnen fertig geliefert – sie brauchen nur noch aufzutauchen und dort zu kommunizieren wie in der Offline-Welt auch, zum Beispiel indem sie Fragen beantworten, Tipps geben oder selbst Fragen stellen. Das kann ein Einzelunternehmen genauso gut wie ein internationaler Konzern. Meistens sogar besser, weil nicht jede Äußerung von drei Instanzen freigegeben werden muss.

Schwieriger ist das schon in den Bereichen „mobile Anwendungen“ und „Apps“, die laut Umfrage (zu Recht) ebenfalls als wichtige Betätigungsfelder gesehen werden. Hier sind im Moment noch spürbare Investitionen notwendig, um erfolgversprechende Projekte zu starten. Unverständlich ist allerdings die Aussage „Das ist für uns nicht wichtig“ von 27 Prozent der PR-Leute. Das Thema mag zurzeit für Viele noch nicht umsetzbar sein, aber wichtig ist es allemal, auch für kleine Unternehmen. Jeder Kommunikationsprofi sollte die Entwicklung im Auge behalten, um im passenden Moment einsteigen zu können.

Die kompletten Ergebnisse der Befragung gibt es hier:

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  2. Deutsche Unternehmen mögen Twitter und soziale Netzwerke | Kölling Medien-Service - 20. November 2011

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