Deutsche Unternehmen mögen Twitter und soziale Netzwerke

Deutsche Unternehmen nutzen gerne soziale Netzwerke und Blogging-Dienste.Noch ein Beleg für die Dringlichkeit, Social Media als Kommunikationskanal zu erschließen: Bei einer Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) haben rund 85 Prozent der Unternehmen angegeben, dass soziale Netzwerke für sie jetzt eine größere Rolle spielen.

Zwar muss man keinem Trend hinterherlaufen, weil es alle tun, aber in diesem Fall kann – wie bereits im gestrigen Beitrag festgestellt – nicht mehr von einem „Hype“ die Rede sein. Neue technische Möglichkeiten haben das Kommunikationsverhalten der Menschen dauerhaft verändert. Das wird kein Unternehmen – ob groß oder klein, b2b oder b2c – noch lange ignorieren können (oder wollen).

Mehr als 70 Prozent der vom BVDW befragten Unternehmen nutzen bereits Social-Media-Dienste. Am beliebtesten sind zurzeit Firmenprofile in sozialen Netzwerken wie Xing oder Facebook (80 Prozent), gefolgt von sogenannten Mikroblogging-Plattformen wie Twitter und Tumblr (rund 60 Prozent). Jeweils rund 40 Prozent der Unternehmen betreiben einen Kanal auf Videoportalen wie YouTube und Vimeo oder eine eigenes Firmenblog.

Die Autoren der Studie befragten insgesamt 185 Mitglieder unterschiedlicher Branchen. Dabei zeigte sich, dass überdurchschnittlich viele Unternehmen aus den Bereichen IT/ Telekommunikation und Versicherungen/ Banken/ Finanzdienstleister bereits jetzt in den sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen verbuchten Umsätze unter 10 Millionen Euro im Jahr 2009 – es sind also nicht nur die Großen, die sich Social Media „leisten können“.

Die Erfahrungen sind weit überwiegend positiv

Die Kommunikation im „Web 2.0“ kann nicht kontrolliert werden wie eine Broschüre oder ein Image-Film – das macht vielen Verantwortlichen Angst. In der Praxis berichten aber vier von fünf Unternehmen, dass ihre bisherigen Social-Media-Aktivitäten keinerlei Misserfolge verzeichnet haben. Rund 60 Prozent sind dagegen der Meinung, dass sich ihre Maßnahmen schon jetzt gelohnt haben.

„Eine intelligent genutzte Social-Media-Präsenz trägt maßgeblich zum gesamten Erfolg des Unternehmens, seiner Marken, Produkte und Dienstleistungsangebote bei“, betont Curt Simon Harlinghausen, Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW und Geschäftsführer der Agentur Akom 360. Für das tägliche Geschäft und insbesondere die Markenkommunikation gälten Social Media bereits als unverzichtbar.

Ich glaube, dass sich Letzteres ausgleichen wird – Social Media werden irgendwann ebenso sehr ein Kommunikationsinstrument des täglichen Arbeitslebens wie ein Mittel der Markenkommunikation sein. Aber beides ist natürlich untrennbar miteinander verbunden. Und bevor wirklich alle Unternehmen interne Wikis betreiben und extern ungezwungen mit ihren Kunden kommunizieren, müssen noch einige Hebel in den Köpfen umgelegt werden.

Hier geht’s zu den Ergebnissen der BVDW-Studie „Social Media in Unternehmen“ (PDF, 14 Seiten).

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