Der größte Feind der Unternehmenskommunikation

Nichts bringt ein gutes Kommunikationsprojekt so zuverlässig zum Stillstand wie ein Gremium irgendeiner Art – sei es ein Arbeitskreis, eine Abteilungsrunde, ein erweiterter Vorstand oder eine ähnliche Gruppe. Dies gilt insbesondere, wenn Kommunikation für die Beteiligten nicht die Hauptaufgabe ist und ihr Interesse an inhaltlichen Fortschritten daher begrenzt bleibt. Das Projekt hält sie von ihrer eigentlichen Arbeit ab.

Auch für die Qualität eines Kommunikationsmittels wie Website, Newsletter, Broschüre oder Pressemitteilung ist ein Gremium oft tödlich. Je mehr Leute mitreden, desto mehr Kompromisse werden gemacht, sodass am Ende ein stumpfes, langweiliges Ergebnis herauskommt.

Der Marketingexperte Seth Godin bringt es prägnant (und gewollt polemisch) auf den Punkt. Wenn Gremien ehrlich seien, müssten sie sagen: „Mit uns dauert Dein Projekt dreimal länger und es wird fünfmal teurer. Mit unseren Kompromissen nehmen wir die Kreativität und die Vision heraus. Wir machen es vernünftig, sicher und langweilig.“

Godin dazu: „Herausragende Arbeiten sind nie vernünftig, sicher und langweilig.“

Früh den Rahmen abstecken – und dann raushalten

Mehr Mut würde den Kommunikationsprojekten in den meisten Unternehmen gut zu Gesicht stehen. Mutige Lösungen entstehen aber nicht, wenn jeder in jedem Arbeitsschritt seine Bedenken auf den Tisch bringen darf. Innovatives entsteht viel leichter, wenn frühzeitig die Anforderungen festgelegt werden und dann in sehr kleinen Teams – oder durch Einzelpersonen – an Lösungen gearbeitet wird, die anschließend nur noch von maximal drei Personen kommentiert und freigegeben werden.

Alles andere erzeugt nur zwei Dinge: Langeweile und Kosten. Das ist in der heutigen Public-Relations- und Medienwelt mit der Masse an konkurrierenden Informationsangeboten eine Katastrophe.

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