7 Gründe, warum Unternehmen einen Journalisten brauchen

Der Untergang der Printmedien spült schon seit zehn Jahren immer mehr Journalisten auf den Markt der freien Dienstleister. Zunächst war es unter ihnen noch verpönt, Public Relations für Unternehmen anzubieten – man verkaufte angeblich seine Seele. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass kleine „Familienunternehmer“ meistens fairere Auftraggeber sind als die Verlage.

Für kleine und mittlere Unternehmen bietet sich nun eine Riesenchance: Sie können das immense journalistische Potenzial, das zurzeit auf der Suche nach neuen Aufgaben durch die Lande streift, für sich abschöpfen. Oftmals sind das sehr gut ausgebildete Leute mit Fähigkeiten, die jedes Unternehmen für Marketing, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit gut gebrauchen kann:

Zielgruppen ansprechen
Journalisten sind darin geschult, Informationen für ihre Leser, Hörer oder Zuschauer (sprich: Kunden) aufzubereiten – nicht für sich selbst oder die Kollegen.

Fachchinesisch ins Deutsche übersetzen
Selbst wenn ein Großteil der Zielgruppe auch Fachchinesisch beherrscht, verständigen sich alle Menschen lieber in klarem Hochdeutsch (außer natürlich den Baden-Württembergern).

Inhalte entwickeln
Dank Google, YouTube, Blogs & Co. braucht niemand mehr sündhaft teure Anzeigenkampagnen zu schalten, um gehört zu werden. Gute Inhalte – von einem Journalisten aufbereitet – genügen. Am besten regelmäßig.

Werbematerial aufpeppen
Allzu oft werden Broschüren, Internetseiten, Anzeigen und andere Materialien zunächst von Grafikern gestaltet und dann von einem Schreib-Amateur, der sich gerade berufen fühlt oder der berufen wird, mit Texten gefüllt. Das ist als wenn ein Kfz-Hersteller ein Auto äußerlich von einem Designer gestalten lässt und den Motor dann beim Hausmeister in Auftrag gibt, weil der schon mal erfolgreich einen alten VW Käfer zusammengeschraubt hat.

Präsentationen aufwerten
Powerpoint-Präsentationen gehören für Vertriebler und Marketingleute zum täglichen Geschäft. Journalisten können wertvolle Tipps für Inhalte, Sprache und Dramaturgie geben.

Bildsprache entwickeln
Journalisten aller Fachrichtungen arbeiten viel mit Bildern. Fast alle kleinen und mittleren Unternehmen könnten durch eine bessere Bildsprache ihren Außenauftritt sehr schnell verbessern.

Redaktionen ansprechen
Noch sind sie nicht tot, die Holzmedien. Aber auch die elektronischen Medien wollen meistens mundgerecht bedient werden, bevor sie etwas über ein Unternehmen veröffentlichen. Niemand ist dafür besser geeignet als ein gelernter Journalist.

Der Nutzen eines Journalisten für Unternehmen aller Größenordnungen ist enorm. Wie fast immer gilt jedoch: Die besten Resultate werden bei regelmäßigem Gebrauch erzielt. Freie Journalisten sind meistens sehr flexibel, sie sind Kummer gewohnt und sie sind ehrlich dankbar für ein ordentliches Honorar. Ein gewisser Hang zur Eitelkeit muss allerdings hier und da berücksichtigt werden…

Bei der Auswahl eines Journalisten (oder einer PR-Agentur) wird oft nach dessen Kontakten in die Medien gefragt. Dies ist jedoch eines der unwichtigsten Kriterien, denn Kontakte müssen und können nach individuellem Bedarf des Unternehmens aufgebaut werden. Wichtig sind dagegen eine engagierte Einstellung, gute Arbeitsproben, Erfahrung und eine solide journalistische Ausbildung.

Gute freie Journalisten findet man bei Google, denn wer jetzt noch nicht im Web ist, kann nicht empfohlen werden. Ein weiterer guter Startpunkt ist die Datenbank des Deutschen Journalisten-Verbands. Wenn Sie bis hierher gelesen haben, lege ich Ihnen aber vor allem diese Option ans Herz.

Es gibt sicherlich noch viele weitere gute Gründe für Unternehmen, sich einen Journalisten „zu halten“. Ergänzungen gerne in der Kommentarspalte!

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