Mit Facebook das Google-Ranking verbessern

In Deutschland beschäftigen sich zurzeit Heerscharen von Rechtsanwälten, Politikern und Datenschützern mit dem Kleingedruckten bei Facebook und mit den Konsequenzen, die sich daraus für Unternehmenswebseiten ergeben. Das muss man zwangsläufig im Blick behalten; allzu ernst nehmen sollte man es allerdings nicht.

Denn die weltweite Entwicklung der Kommunikationstechnologien – und viel wichtiger: die Entwicklung der Lebensgewohnheiten – wird keine Rücksicht darauf nehmen, was der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein von ihnen hält. Das Thema wird entweder auf internationaler Ebene geregelt, oder gar nicht. International sind die Ängste aber längst nicht so ausgeprägt wie in Deutschland.

Man muss auch kein Freund von Facebook sein, um die Einschätzung von Sascha Lobo zu teilen: „Würden Datenschützer Verkehrspolitik machen, wären Straßen umzäunt und Autos verboten.“

Nicht beirren lassen, Social-Media-Vorteile nutzen

Während die deutsche Internetphobie (siehe auch: Google Streetview, Google Analytics, Leistungsschutzrecht) also weiterhin einen beklagenswerten Anteil unserer Zeit und Steuergelder frisst, ist es dennoch sinnvoll, den Nutzen von Facebook für das Marketing im Auge zu behalten. Denn der Zug fährt auch weiterhin ungebremst in diese Richtung (Social Media), Datenschutzbeauftragte hin oder her.

Ein wichtiger Nutzen von Facebook, den bis jetzt nur wenige auf dem Radar haben, ist die bessere Auffindbarkeit bei Suchmaschinen wie Google. Auch die Suchfunktion bei Facebook selbst wird sehr häufig eingesetzt.

Über die allgemein wachsende Bedeutung von sozialen Netzwerken für das Ranking in Suchmaschinen habe ich bereits hier geschrieben. Unter anderem profitiert Ihre eigene Website davon, wenn Sie auf Twitter oder anderswo mit vielen „bedeutenden“ Personen vernetzt sind. Google geht dann nämlich eher davon aus, dass Sie ebenfalls kompetent sind und etwas zu sagen haben.

Aber auch ohne einflussreiche Freunde helfen soziale Netzwerke bei der Suchmaschinenoptimierung, und zwar sozusagen auf der handwerklichen Ebene. Denn ein durchdachter Einsatz von Keywords bei Facebook, Twitter, YouTube und Xing kann Ihnen die Besucher zuführen, die Sie sich am meisten wünschen – und die Ihre besten Kunden werden.

Tipps für die Suchmaschinenoptimierung bei Facebook

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) hilft sowohl Ihrer normalen Unternehmenswebsite als auch Ihrer Unternehmensseite („Fan Page“) bei Facebook, denn beide sollen ja so gut wie möglich gefunden werden und dann auf die jeweils andere verweisen.

Was dafür bei der Bearbeitung der Facebook-Seite besonders zu beachten ist, hat Lauren Fisher von der Social-Media-Agentur „Simply Zesty“ kürzlich in deren Blog erklärt. Die wichtigsten Punkte in Kürze:

  • Keywords in den Beiträgen nutzen: logisch – wenn Sie bei der Suche nach bestimmten Stichworten gefunden werden möchten, sollten Sie diese benutzen.
  • Links bearbeiten: Beim Veröffentlichen von Links wird auf Ihrer Facebookseite automatisch eine Überschrift vorgeschlagen. Diese lässt sich jedoch verändern – und ggf. mit Keywords versehen.
  • Links auf der Info-Seite platzieren: Unter „Website“ können mehrere Links zur eigenen Website und zu anderen Angeboten platziert werden
  • Keywords im Facebook-Seitennamen und der URL anpassen: Wählen Sie den Namen Ihrer Seite und die dazugehörige Adresse mit Bedacht, denn jedes Mal, wenn jemand Ihren „Gefällt mir“-Knopf drückt, sieht Google die Keywords in Verbindung mit der Seite. Je mehr „Daumen hoch“ Sie bekommen, desto stärker brennen sich die Keywords in Googles Gedächtnis ein.
  • Beschreibungen für alle Inhalte: Jedes Foto, jedes Video und jeder Link bietet die Möglichkeit, eine Beschreibung und (sofern sinnvoll) auch einen Verweis auf die eigene Website zu setzen. Keywords nutzen!
  • Externe Links auf die Facebookseite: Verweise von der eigenen Website und anderen selbst beeinflussten Seiten sollten strategisch sinnvoll (und konsistent) mit relevanten Keywords bestückt werden.

Den kompletten, empfehlenswerten Text von Lauren Fisher können Sie hier nachlesen (Achtung, englisch).

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