Wie misst man den Erfolg einer Facebookseite?

Immer mehr Unternehmen starten eine eigene Facebookseite – ehemals Fan Page genannt. Das ist auch sinnvoll, wenn sie gut vorbereitet, konsequent umgesetzt und dann kontinuierlich weiterentwickelt wird. Aber wie stellt man fest, ob sich der Aufwand lohnt?

Um das zu beantworten, muss sich das Unternehmen natürlich zunächst im Klaren sein, was es mit dem Engagement auf Facebook erreichen möchte. In der Regel werden das – in unterschiedlicher Ausprägung – die folgenden vier Ziele sein:

  • Bekanntheitsgrad steigern und „gefunden werden“
  • Image gestalten
  • Kunden und Interessenten an sich binden
  • Interessenten bei Facebook einsammeln und dann in die eigenen virtuellen oder realen Welten überführen

Die erste Stufe der Erfolgsmessung besteht in der Auswertung der Statistiken, die Facebook selbst zur Verfügung stellt. Dazu gehören die Zunahme oder Abnahme der Fans und der Umfang ihrer Aktivitäten auf der Seite.

Aus diesen Werten lassen sich bereits Rückschlüsse ziehen, ob der Bekanntheitsgrad kontinuierlich gesteigert wird. Die Art der Reaktionen zeigt darüber hinaus, ob das Unternehmen so wahrgenommen wird, wie es wahrgenommen werden möchte. Wenn die Aktivität der Fans gering ist, präsentiert sich das Unternehmen offensichtlich farb- und emotionslos und/oder mit nüchternen, möglicherweise komplexen Inhalten. Sind die Kommentare stark negativ geprägt, sollten zumindest wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, was in der Außendarstellung verbessert werden muss.

Facebookseite ist das Vorzimmer zur eigenen Kommunikationswelt

Allerdings ist die Aktivität auf der Facebookseite in den meisten Fällen nur ein erster Schritt. Das eigentliche Ziel ist es, diese Interessenten zu Kunden – oder zu besseren Kunden – zu machen. Dazu müssen sie in der Regel von der Facebookseite in unternehmenseigene Kommunikationskanäle  umgeleitet werden. Üblicherweise wird das die eigene Website sein, um keinen Medienbruch zu erzeugen. Es kann aber auch eine Telefon-Hotline sein. Oder man versucht, die Interessenten direkt in eine Filiale des jeweiligen Unternehmens zu locken.

Der Schritt von einem Klick auf den „Gefällt mir“-Knopf von Facebook bis zum Anruf bei einem Kundenberater oder gar zum Aufsuchen einer Filiale ist jedoch sehr groß. Wesentlich geringer ist die Hemmschwelle bei der Anforderung zusätzlicher Informationsangebote. Diese führen den Interessenten mental immer ein Stückchen näher an das Unternehmen heran – bis er bereit ist, freiwillig und ohne Druck Kontakt aufzunehmen.

Solche Informationsangebote können E-Mail-Newsletter, Whitepaper oder Webinare sein. Ziel der Facebookseite ist es in diesem Fall, die Interessenten zum Download oder zum Abonnieren der Angebote zu führen. Aktivitäten dieser Art sind messbar.

Wenn die Informationen auf einer gut strukturierten Website hinterlegt sind, ist auch der weitere Weg des Interessenten nachvollziehbar, bis er Kunde wird. Entsprechende Software ist verfügbar und bewährt. So kann am Ende relativ genau bestimmt werden, wie viele Interessenten über Facebook gewonnen und schließlich auch zu Kunden konvertiert wurden. Durch regelmäßige Analyse lässt sich dieser Prozess natürlich ständig optimieren, um die Quote zu erhöhen.

Facebook misst Erfolg mit „Edge Rank“

Eine weitere Hilfe bietet der „Edgerankchecker“ an. Ich selbst habe ihn noch nicht ausprobiert, allerdings wird er im Social Media Examiner sehr gelobt. Facebook hat einen Ranking-Algorithmus entwickelt, der Einfluss darauf hat, welche Priorität den Statusmeldungen der jeweiligen Seite bei ihren Fans eingeräumt wird.

Dieser Algorithmus ist zwar geheim, allerdings scheint Edgerankchecker ihm recht nahe zu kommen. Dort kann man seine eigene Facebookseite überprüfen lassen und so Hinweise bekommen, ob man sich verbessert.

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