Der beste Zeitpunkt für den Versand von Newslettern

Wenn Sie das Gefühl haben, dass trotz erstklassiger Artikel zu wenige Leute Ihren E-Mail-Newsletter lesen, dann probieren Sie es mal mit einem anderen Versandzeitpunkt – zum Beispiel am Wochenende. Die Öffnungsraten sind nämlich spürbar größer bei E-Mails, die an Sonnabenden oder Sonntagen verschickt werden, als bei Veröffentlichungen an anderen Wochentagen.

Das zumindest berichtet Dan Zarrella, der sich selbst als „Social Media Scientist“ bezeichnet und sein Geld mit Studien über das Verhalten der Internetnutzer verdient. Im Rahmen des Webinars „The Science of Timing“, das von der Firma Hubspot ausgerichtet wurde, hat er einige Tipps für den besten Zeitpunkt des Versands von Newslettern preisgegeben.

Auch b2b-Newsletter funktionieren am Wochenende

Unter allen Wochentagen sticht der Sonnabend mit einer Öffnungsrate von über 40 Prozent aller E-Mails heraus, dicht gefolgt vom Sonntag. Das Schlusslicht bildet der Dienstag mit kaum mehr als 20 Prozent. Zarrellas Erklärung: Am Wochenende haben die meisten Menschen mehr Zeit, empfangen aber wesentlich weniger E-Mails. So erhalte jede einzelne Mail deutlich mehr Aufmerksamkeit. „Contra-competitive timing“ nennt er das.

Dabei mache es kaum einen Unterschied, ob es sich um einen b2b- oder b2c-Newsletter handele, so Zarrella (also ob man sich als Unternehmen an andere Unternehmen wendet oder an private Endverbraucher). Denn laut seinen Befragungen nutzen 80 Prozent der Menschen beruflich und privat die gleiche E-Mail-Adresse. Außerdem seien auch Geschäftsleute Menschen, die normale menschliche Verhaltensweisen an den Tag legen.

Als beste Tageszeit für den Versand von E-Mail-Newslettern nennt Zarrella den frühen Morgen zwischen 5 und 7 Uhr. So befinde sich die Mail gleich am Anfang der Liste, wenn der Empfänger an den Arbeitsplatz kommt – oder nach dem Sonntagsfrühstück das Laptop aufklappt.

„Versenden Sie mehr E-Mails!“

Zarrella hat auch die optimale Frequenz für den Versand von Newslettern untersucht. Dabei zeigte sich, dass die „click-through rate“, also der Prozentsatz der angeklickten Links innerhalb eines Newsletters, bei einer Mail pro Monat am größten ist.

Grundsätzlich biete sich aber eine häufigere Frequenz an, um sich öfter bei den Empfängern in Erinnerung zu bringen. Und es mache keinen Unterschied, ob man beispielsweise drei oder 30 Newsletter im Monat versende – der Prozentsatz der Öffnungen und angeklickten Links bleibe ungefähr gleich. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass die Qualität der Mails bei häufigerer Erscheinungsweise nicht spürbar sinkt. Zarrellas Empfehlung daher: „Versenden Sie mehr E-Mails!“

Phase der größten Aufmerksamkeit ausnutzen

Und noch ein Tipp: Die Aufmerksamkeit der Newsletter-Empfänger ist am größten, wenn sie sich gerade erst registriert haben. Zarrella legt Unternehmen daher nahe, ihre besten Angebote gleich innerhalb der ersten beiden Tage nach der Newsletter-Anmeldung an den neuen Abonnenten zu versenden.

Der „Social Media Scientist“ hat seine Studien in den USA durchgeführt und die Ergebnisse könnten in Deutschland anders aussehen. Das ist jedoch unwahrscheinlich, denn die Internetnutzung in Europa unterscheidet sich unwesentlich von der in den USA, außer dass sie in der Intensität meist ein wenig hinterher hinkt.

Zarrella selbst warnt jedoch, dass seine Ergebnisse nur als Ausgangspunkt für eigene Beobachtungen dienen sollten. Im konkreten Fall könne eine Empfängergruppe sich nämlich ganz anders verhalten als der Durchschnitt. Daher sei es wichtig, zu experimentieren.

, ,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar

Powered by WordPress. Designed by WooThemes