PR-Trends 2011: Live-Video und neue mobile Angebote

Die Mediennutzung der Menschen wandelt sich immer schneller. Wenn die Unternehmenskommunikation effektiv bleiben soll, wandelt sie sich gemeinsam mit den veränderten Bedürfnissen der Zielgruppen.

Jeder kann es an sich selbst beobachten: Beziehen Sie ihre Informationen noch aus genau den gleichen Quellen wie vor zwei Jahren? Oder haben einige Medien, Kontaktpersonen und Übertragungswege an Bedeutung gewonnen, während andere in der Versenkung verschwunden sind?

Auch für das Jahr 2011 sind bereits aktuelle Trends erkennbar, die für die PR-Strategie zumindest im Auge behalten werden sollten. Nichts davon ist komplett neu, aber diese Bereiche werden deutlich an Bedeutung gewinnen:

Mobile Inhalte: Auf dem Weg zur Arbeit hat der Kunde Zeit

Alle reden von iPhone Apps, und zwar in gewissem Maße auch zu recht. Das iPhone hat dem mobilen Internet schließlich zum Durchbruch verholfen. Inzwischen bewegen wir uns jedoch auf einer ganz anderen Stufe: Mit dem iPad ist nicht nur ein neues Endgerät aus dem Haus Apple hinzugekommen, das speziell bedient werden will, sondern auch zahlreiche andere Anbieter werfen Produkte in allen Formen und Größen auf den Markt.

In Zukunft wird nicht mehr jeder Anbieter für jede Plattform eine eigene Softwarelösung (oder „App“) programmieren wollen und können, sondern es werden gemeinschaftliche Lösungen entwickelt. Eine interessante Schöpfung ist zum Beispiel Treesaver.

Unabhängig vom technologischen Geplänkel im Hintergrund wird es für Unternehmen immer wichtiger, die rasant wachsende Masse an Smartphone-Nutzern auch dort mit Informationen und Unterhaltung zu füttern, wo sie mittlerweile einen großen Teil ihrer Zeit im Internet verbringen: auf dem Weg zur Arbeit, beim Warten in der Supermarktschlange oder auf dem Sofa.

Dies gilt nicht nur für b2c-Unternehmen, die sich an Endkunden richten. Smartphone-Besitzer sind häufig selbst Entscheider in Unternehmen, die ins Internet gehen, um Informationen zu sammeln. Wer ihnen ein inhaltlich überzeugendes Angebot macht, wird sie auch als b2b-Kunden an sich binden.

Mehr zum mobilen Internet für kleine und mittlere Unternehmen finden Sie hier.

Social Media: Ohne Netzwerke leidet das Google-Ranking

Die Einstellung gegenüber Social Media wie Twitter, Facebook und YouTube ändert sich zurzeit rasant. Waren vor einem Jahr noch die meisten Unternehmer der Meinung, dass es sich dabei um unseriösen Spielkram handelt, so hat sich inzwischen gezeigt, dass diese Medienkanäle tatsächlich gewinnbringend von Unternehmen genutzt werden können.

Der Bewusstseinswandel fand 2010 statt, in diesem Jahr werden viele Unternehmen einsteigen.

Wer seine Chancen, im Internet leicht gefunden zu werden, in Zukunft weiterhin möglichst groß halten möchte, kommt erst recht nicht mehr um Social Media herum. Das Gewicht, das sich Akteure in den sozialen Netzwerken erarbeiten, fließt nämlich in das Ranking von Google und anderen Suchmaschinen ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Live-Video: Wenn YouTube aufspringt, springt die Welt auf

YouTube testet zurzeit Live Streaming. Das würde eigentlich schon alles sagen, wenn die ersten Versuche nicht relativ unerfreulich verlaufen wären. Allerdings sind andere, kleinere Anbieter wie Ustream schon ganz gut im Geschäft, und YouTube wird früher oder später nachziehen.

Der normale Mittelständler wird wohl 2011 noch nicht auf diesen Zug aufspringen, aber viele werden sich in diesem Jahr erstmals Gedanken darüber machen. Viele Firmen richten Vortragsveranstaltungen aus – warum nicht die Highlights live im Internet zeigen? Das wäre die einfachste denkbare Anwendung.

Content Marketing: Wertvolle Informationen statt teure Image-Anzeigen

Jahrelang liefen Werbefachleute durch die Gegend und haben verkündet, dass jedes Unternehmen seine „Marke“ entwickeln und pflegen soll. Und teilweise stimmte das natürlich auch – jedes Unternehmen und jeder Mensch sollte sich fragen, wofür es/sie/er steht.

Unsinn war es allerdings, den Kunden mit dem Ziel der Markenentwicklung das Schalten teurer Image-Anzeigen aufzuschwatzen. Das funktioniert, wenn man Unilever oder Procter & Gamble ist und über eine langen Zeitraum Unmengen von Geld in Werbekampagnen versenken kann, um sich und seine Produkte mit einem bestimmten Glanz zu überziehen. Fast kein Mittelständler kann das, wenn er sich nicht auf eine sehr spezielle Nische konzentriert.

Wenn solches Brand Marketing der teuerste Weg ist (nicht umsonst scheuen Werbeagenturen selbst davor zurück), dann ist Content Marketing der günstigste. Er erfordert Zeit, aber wenig Geld für Investitionen.

Im Vordergrund steht dabei folgendes Prinzip: Ein Unternehmen stellt sein Know-how einfach kostenlos zur Verfügung – in Form von Artikeln, Videos, Podcasts. Die Informationen werden dort gestreut, wo sich potenzielle Kunden tummeln: Vorrangig in den sozialen Netzwerken, von wo aus die Interessenten auf die eigene Website gelotst werden. Dort werden sie über einen beständigen Strom weiterer relevanter Informationen an das Unternehmen gebunden, bis sie zu Kunden werden.

Wenn man es richtig angeht, hilft Google auch ordentlich mit, Interessenten herbeizuführen. Und das ganz ohne teure Adwords.

Interessante Prognosen für dieses Jahr von einigen Promis der Internetszene finden Sie hier in den „Mega-Trends 2011“ von t3n.

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