„Best of“ Weihnachtsgrüße 2010

Mal ehrlich: Die Standard-Weihnachtskarten, die in den vergangenen Wochen massenhaft versendet wurden, sind langweilig. Sie sind meistens gut gemeint und gehen mit einer Spende für Unicef oder ähnliche Hilfsorganisationen einher. Aber sie strahlen eher ein gewisses Pflichtbewusstsein zur weihnachtlichen Danksagung bei Kunden und Geschäftspartnern aus als tatsächliche persönliche Wertschätzung.

Aus Public-Relations-Sicht haben Weihnachtsgrüße nur Sinn, wenn sie

a) persönliche Worte für den Empfänger enthalten oder
b) kreativ gestaltet sind.

Am besten kommt natürlich beides zusammen, aber der Aufwand sprengt dann meistens den Rahmen.

Aus der zweiten Kategorie – den kreativen Weihnachtsgrüßen – sind bei mir vor Weihnachten wieder einige eingetrudelt, die auch anderen Unternehmen als Anregung dienen können (aus der ersten Kategorie ebenfalls – dankeschön an die Absender! – aber persönlich ist eben persönlich).

Meine drei Favoriten:

Kreative Weihnachtskarte von Pinolino

Diese Karte der Firma Pinolino ist aufgeklappt ungefähr 30 x 14 cm groß und zeigt alle (?) Mitarbeiter in unterschiedlichen Posen als Weihnachtsmänner oder –engel. Eine hübsche Idee, mit der das Unternehmen seine Mitarbeiter auf sympathische Weise vorstellt. Dieser Hersteller von Kindermöbeln zeigt, dass sich nicht nur Kommunikationsprofis kreativ darstellen können, auch wenn er wahrscheinlich deren Hilfe in Anspruch genommen hat. Dafür sind sie ja auch da.

Kreative Weihnachtskarte von Bexte und Wurster

Von den beiden Illustratorinnen Bettina Bexte und Miriam Wurster erreichte mich diese fröhliche Karte. Ein wenig Humor würde auch vielen anderen Weihnachtsgrüßen nicht schaden – Bettina und Miriam entwerfen sicher gerne ein entsprechendes Motiv für Sie. Individuell gestaltete Karten bekommen Sie außerdem bei Isa Fischer.

Immer mehr in Mode kommen unterdessen auch die Grußbotschaften per Video. Weihnachtsgrüße „ohne große Worte“ versendete die GfG/Gruppe für Gestaltung in Bremen:

Kreativer Video-Weihnachtsgruß von GfG

Wer im nächsten Jahr plant, wieder einen spürbaren Betrag für Standard-Weihnachtskarten in die Hand zu nehmen und diese an den kompletten Verteiler zu streuen, sollte sich das überlegen.

Wesentlich sinnvoller ist es,

  • sich entweder jedes Jahr eine kleine Gruppe von Empfängern herauszusuchen und sie mit individuell verfassten Grüßen zu überraschen – dies zeigt eine persönliche Wertschätzung, die hoch angerechnet wird;
  • oder etwas Geld in die Hand zu nehmen und sich kreative Unterstützung zu suchen, um einen bemerkenswerten Weihnachtsgruß zu erstellen, der sich aus der Masse abhebt.

Alles andere ist eine Verschwendung von Ressourcen.

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