„Forschung und Entwicklung“ in der PR-Abteilung

Zu viele Unternehmen betrachten PR-Arbeit als eine reine Routine-Angelegenheit. Sie fühlen sich auf der sicheren Seite, wenn sie ein paar Pressemitteilungen versenden, ein Kundenmagazin herausgeben und eine hübsche Website ins Netz stellen.

Es genügt mittlerweile jedoch nicht mehr, das Standardprogramm abzuspulen. Das Kommunikationsverhalten der Menschen wandelt sich noch schneller als die Technologien, auf denen es basiert.

Wer seine Zielgruppen optimal erreichen will, muss die Plattformen nutzen, auf denen sich die Kunden bewegen. Für die erfolgreiche Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube und Twitter gibt es aber keine so einfachen Anleitungen wie für das Verfassen einer Pressemitteilung. Je nach Branche, Unternehmen, Persönlichkeit, Zielen und Zielgruppen müssen individuelle Wege gesucht werden.

Innovationsfreude wird belohnt

Dabei kann zwar auf den Erfahrungen anderer Unternehmen und Organisationen aufgebaut werden. Grundsätzlich hat auf diesen Plattformen aber derjenige am meisten Erfolg, der etwas völlig Neues kreiert. Dies widerspricht dem Drang vieler Marketing-Verantwortlichen, auf Bewährtes zu setzen und „nichts falsch zu machen“.

Joe Pulizzi von der Agentur „Junta42“ plädiert daher für „Forschung und Entwicklung“ im PR-Bereich (er spricht von „Content Marketing“). Seine Agentur hat ein eigenes Budget eingerichtet, um Test-Projekte durchführen zu können: Neue Plattformen, neue Wege der Zielgruppenansprache und die intensivere Auswertung von Nutzerdaten gehören zu den Feldern, in denen neue Wege beschritten werden.

Chancen für kleinere Unternehmen

Kleine und mittlere Unternehmen glauben häufig, dass sie wenig oder gar keine Zeit für Public Relations haben, geschweige denn für das Experimentieren mit neuen Maßnahmen. Marketing ist jedoch eine essenzielle Aufgabe für jede Firma, die dauerhaft überleben will – vom Einzelunternehmen bis zum internationalen Konzern.

Gerade für kleinere Unternehmen bieten die Umwälzungen in der Medienwelt eine große Chance, mit überschaubaren Mitteln große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Diese Möglichkeiten ungenutzt zu lassen, ist fahrlässig. Ohne eine gewisse Experimentierfreude geht es allerdings nicht.

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