Google-Ranking: Soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung

Es gibt viele gute Gründe für Unternehmen, sich in sozialen Netzwerken wie Twitter und YouTube zu engagieren. Ein weiterer kommt neu hinzu: Die Vernetzung wird in Zukunft eine wichtige Rolle für das Ranking bei Google und anderen Suchmaschinen spielen.

In einem Ausblick auf die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung (SEO) zeigte Mike Volpe, Vice President of Marketing bei der Agentur HubSpot, kürzlich die Bedeutung der Social Media für gute Google-Ergebnisse auf.

Demnach gab es bis jetzt zwei besonders wichtige Faktoren für ein gutes Ranking einer Internetseite: „Context“ und „Authority“. Der Kontext bezieht sich dabei auf die inhaltliche Relevanz einer Seite für die Suchanfrage, die Autorität hauptsächlich auf die Zahl und Qualität der Links, die von externen Webseiten auf das eigene Internetangebot verweisen.

Twitter-Follower werden so wichtig wie Links

Laut Mike Volpe und verschiedenen anderen Experten wird in den kommenden Jahren der „Social Graph“ als dritter wesentlicher Faktor hinzukommen. Dann werden beispielsweise Facebook-Fans und Twitter-Follower eine ähnliche Rolle spielen wie zurzeit die externen Links: Je mehr „Autorität“ Ihre sozialen Netzwerkkontakte auf die Waage bringen, desto besser ist das für das Suchmaschinen-Ranking Ihrer Website.

Hinzu kommt laut Volpe, dass die Suchmaschinenergebnisse immer stärker individualisiert werden. Schon jetzt gibt es regionale Unterschiede bei den Treffern, die zuerst angezeigt werden. In Zukunft wird Google auch in Betracht ziehen, wer mit wem in den sozialen Netzwerken verbunden ist. Bei den Suchergebnissen werden die Seiten von Personen, die mit dem Suchenden beispielsweise bei Facebook „befreundet“ sind, bevorzugt.

Volpe spricht von einer neuen „Online Reputation“, die von den Suchmaschinen herangezogen wird.

Rechtzeitig an der „Online Reputation“ feilen

Diese Änderungen werden nicht von heute auf morgen umgesetzt. Dennoch ist es wichtig, sich schon jetzt darauf vorzubereiten, denn die „Online Reputation“ lässt sich nicht über Nacht aufbauen.

Mike Volpe gibt dafür unter anderem folgende Tipps:

  • Bloggen: Wer ein Firmenblog betreibt, erfüllt viele Kriterien der Suchmaschinen auf einmal und hat es auch leichter, relevante Online-Kontakte aufzubauen
  • Gute Inhalte anbieten: Egal ob Blog oder herkömmliche Website (oder beides), nützliche Inhalte beflügeln die Reichweite eines Unternehmens im Internet enorm.
  • Engagement bei Twitter, Facebook, YouTube, Flickr und ähnlichen Diensten. Dabei kommt es nicht darauf an, alles zu machen, sondern selektiv vorzugehen und gute Beiträge zu leisten.
  • Bei twitter.grader.com können die wichtigsten Akteure zu bestimmten Suchworten gefunden werden. Möglicherweise lohnt es sich, Kontakte zu ihnen aufzubauen.
  • Wer in den Netzwerken Fragen beantwortet (z.B. bei Linkedin oder Xing) und interessante Diskussionen anstößt, verbessert ebenfalls sein Standing

Grundsätzlich meinen Volpe und andere Experten, dass Marketing heute längst nicht mehr nur die Domäne der Marketing-Abteilung ist. „Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie ihnen Informationen zur Verfügung stellen“, fordert er Unternehmensführungen auf. „Wenn sie gut informiert sind, können sie bessere Repräsentanten für die Firma sein und auf intelligente Weise über das Unternehmen sprechen.“

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